Bedingte Formatierung: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 26. Januar 2026, 22:50 Uhr
Wir benutzen die bedingte Formatierung, um bei unübersichtlichen Riesenmengen von Daten einzelne Daten auffällig hervorzuheben.
Die Hervorhebung muss automatisch gehen (weil sich die Daten z.B. laufend ändern oder es zuviele sind, um - aus 10.000-den - einige herauszusuchen).
Wir lernen: Einfache Bedingte Formatierungen und bedingte Formatierungen durch Formeln mit relativen, absoluten und gemischten Adressen.
Als Beispiel dient uns eine Statistik von Siedler von Catan
Es wird behauptet, dass kleine und große Augensummen seltener sind als mittlere Augensummen. Wie können wir uns schnell und einfach davon überzeugen? Die 4 folgenden verlinkten EXCEL-Tabellen helfen Dir dabei die These zu beurteilen.
- 1000 Würfe mit zwei Würfeln
- 1000 Würfe mit zwei Würfeln + Auszähltabelle
- 1000 Würfe mit zwei Würfeln + Auszähltabelle + Diagramm
- 1000 Würfe werden auf Knopfdruck neu erstellt
Aufgabe 1:
Schau Dir oben die 1000 Zahlen im Link Nummer 1 an und beurteile, ob es stimmt, dass extreme Augensummen (2, 3 oder 11, 12) seltener sind als mittlere (6, 7, oder 8, ...)?
TIPP:
- schon per Hand fällt das Missverhältnis auf
- benutze im Menü die bedingte Formatierung, um seltene Zahlen leichter zu finden.
Aufgabe 2:
Schau Dir oben die 1000 Zahlen im Link Nummer 2 an. Kannst Du solche Auszählungen selber erstellen?
TIPP:
- entdecke die Funktion ZÄHLENWENN
- klicke einfach auf die interessanten Ergebnisse und sieh' Dir die Formel dahinter an
- warum ist der Datenberiech in der Formel mit absoluten Adressen fixiert ($)?
Aufgabe 3:
Würfelt man nur 20x, dann ist kaum etwas Besonderes erkennbar. Vor allem ist es sehr stark vom Zufall abhängig (auch sonst im Leben kommen ja seltene Dinge vor - aber eben selten). Man kann also aus dem Vorkommen (bei 20x) nicht die Häufigkeit auf Dauer schließen. Seltene Ereignisse können sogar häufig vorkommen, aber es kommt eben selten vor, dass seltene Ereignisse häufig vorkommen. Was tun?!
- TIPP: Oft <F9> drücken und Erfahrung aufsammeln - wie erfahrene Spieler >>> Aufgabe 1!
- TIPP: Alternativ könntest Du auch den PC mehr Erfahrung aufsammeln lassen, indem Du nicht 20x sondern 2000x würfeln lässt. Nur ein paar Klicks! :-)
- TK14: Siedler von Catan - 2000x würfeln - Das Gesetz der großen Zahl
Merke:
Zufällige Ereignisse sind nicht vorhersehbar. Auf Dauer (im langjährigen Mittel) pendelt sich allerdings ihre Häufigkeit auf ihrer theoretischen Wahrscheinlichkeit ein (Gesetz der großen Zahl).
- Beim einfachen Würfelwurf pendelt sich jede Zahl in etwa auf 1/6 ein.
- Beim Siedler pendelt sich die Augensumme 2 etwa auf 1/40 ein, die 7 in etwa auf 1/6. Kann man das noch genauer klären, warum?!
- Die Verteilung (Das Bild des Histogramms) ähnelt einem Dreieck. Man nennt die Verteilung der Augensumme zweier Würfel daher auch die Dreiecksverteilung.
Aufgabe 4:
Was passiert bei der Augensumme von 5 Würfeln?
- TIPP: Probiere als Alternative zu einem Diagramm die Datenbalken (Format > Bedingte Formatierung > Datenbalken)
- TK14: Siedler von Catan - 2000x mit 5 Würfel würfeln - Der zentrale Grenzwertsatz
Die Augensumme von 5 Würfeln hängt nicht mehr von einer oder von zwei, sondern von fünf Ursachen ab. Das hat zur Konsequenz, dass die Verteilung nicht mehr dreiecksverteilt ist. Sie besitzt eine typische Wölbung, wie eine Glocke. Carl Friedrich Gauß (1777 - 1855) hat bewiesen (ohne Zuhilfenahme von Computern), dass alle natürlichen Ereignisse, die von vielen, unabhängigen Ursachen abhängen, genau so verteilt sind. Diese Verteilung heißt daher auch Gauß'sche Normalverteilung, ihr Histogramm heißt Gauß'sche Glockenkurve.
Merke:
Beeinflussen viele unabhängige Ursachen ein natürliches Ereignis, dann ist das Resultat immer verteilt wie die Gauß'sche Glockenkurve (zentraler Grenzwertsatz).
Ergänzende Infos:
10DM Schein zu Ehren von Carl Friedrich Gauß
Der analytische Beweis für den zentralen Grenzwertsatz umfasst ein ganzes Buch!